Turnierregeln

Kurzfassung

Das Flunkyball-Turnier besteht aus einer Vorrunde mit vier Gruppen aus je vier Teams (drei Spielen pro Team). Vier Teams (eines pro Gruppe) qualifizieren sich für das Halbfinale und die siegreichen Gruppen des Halbfinales kommen ins Finale.

Der Ablauf und die verwendeten Flunkyball-Regeln werden vor Beginn des Turnieres noch einmal kurz erklärt und sind im Folgenden für Interessierte schon einmal genau nachlesbar.


§ 0 Teilnahme

§ 0.1 Anmeldung

    1. Die Voranmeldung als Team erfolgt wie von der Turnierleitung bekannt gegeben (online).
    2. Eine Spontananmeldung am Tag des Turniers ist nur zu Beginn des Turnieres bei der Turnierleitung möglich, wenn noch nicht alle 16 Plätze vergeben sind.
    3. Als Teilnahmegebühr werden 24 Bierflaschen zu je 0,33 Liter Bier pro Team erhoben. Das Bier wird von dem jeweiligen Team in der Vorrunde verwendet.
    4. Gruppen, die bei Beginn ihres ersten Vorrunden-Spiels nicht mit Bier ausgestattet sind, werden automatisch disqualifiziert.

§ 0.2 Teams

    1. Die Anzahl der aktiven Spielenden liegt bei fünf [5] Personen.
    2. Jedem Team ist gestattet mit einer [1] zusätzlichen Person als Auswechselspieler/in anzutreten. Der Wechsel darf nur zwischen den Spielen erfolgen. Nicht während eines Spieles.
    3. Für alle Spielenden gelten die gleichen, im Folgenden beschriebenen Regeln.

§ 1 Aufbau

Eine Karte, die den Aufbau des Spieles wie unten beschrieben darstellt.

Das Spielfeld

    1. Die beiden Teams (je 5 spielende Personen) stehen etwa 20 Meter voneinander entfernt auf ihrer jeweiligen Grundlinie mit einem vollen, geöffneten Bier pro Person vor ihnen aufgestellt.
    2. In der Mitte, auf circa 10 Meter Distanz zu beiden Teams, steht eine beschwerte PET-Flasche.
    3. Gespielt wird mit einem Ball (Größe ca. Handball).
    4. Getrunken wird aus 0,33l-Flaschen. Zugelassen ist ausschließlich Bier, keine Mischgetränke, keine alkoholfreien Getränke, keine Spirituosen.

§ 2 Durchführung eines Spieles

§ 2.1 Beginn des Spieles

    1. Durch Schere-Stein-Papier (1 Person pro Team nach K.O.-Verfahren) wird entschieden, welches Team anfängt.

§ 2.2 Der Wurf

    1. Bevor der Ball geworfen wird, hat die werfende Person laut und hörbar „Bereit?“ zu fragen. Es darf geworfen werden, sobald die gegnerische Mannschaft mit „Ja!“ geantwortet hat.
    2. Die Person ganz rechts außen wirft zuerst. Nach dem Wurf wirft gegnerischen Teams auch anfangen von rechts außen (aus deren Sicht). Danach ist wieder das beginnende Team an der Reihe und die Person neben jener, die das Spiel eröffnet hat, wirft. In dieser Manier wechseln sich die Teams anschließend weiter ab, wobei innerhalb jedes Teams in der Reihenfolge geworfen wird, in der es sich aufgestellt hat.
    3. Jedes Teammitglied wirft von der Position, wo deren Flasche steht.
    4. Sollten beide Teams das Ziel zweimal hintereinander nicht getroffen haben, mithin jeweils zwei [2] Würfen jeder mitspielenden Person pro Team, so darf einen Schritt näher an die Flasche herangetreten werden.
    5. Bei Würfen mit Treffer eines gegnerischen Bieres liegt es in der Verantwortung des gegnerischen Teams, ihr Bier zu „verteidigen“. Umgeworfenes Bier muss durch ein neues, volles Bier ersetzt werden. Wir bitten aber im Sinne der Sportlichkeit und in Anbetracht des begrenzten Biervorrates darum, dies nicht als Gewinnstrategie zu verfolgen.

§ 2.3 Treffer

    1. Fällt die Flasche in der Mitte durch einen Treffer um, darf das werfende Team trinken.
    2. Das andere Team muss nun die Flasche möglichst schnell aufstellen, den Ball einsammeln und sich im Anschluss wieder in einer Reihe aufstellen. Ist dies erfolgt, ruft der/die Schiedsrichter/in „STOPP!“ und es darf nicht mehr getrunken werden.
    3. Das aufstellende Team darf loslaufen, sobald der Ball die Wurfhand verlassen hat.
    4. Das werfende Team darf das Bier erst berühren, sobald die Zielflasche in der Mitte des Spielfeldes umgefallen ist.
    5. Wenn in einem Team nur noch ein Person übrig ist, darf ein weites Mitglied des eigenen Teams beim Aufstellen der Flasche oder beim Holen des Balles helfen.

§ 2.4 Fertigwerden

    1. Ein Bier gilt als leer im Sinne der Drei-Sekunden-Regel, wenn nach dem Umdrehen drei [3] Sekunden lang kein Bier/Schaum aus der Flasche läuft.
    2. Die Spielenden entscheiden selbst, wann sie das Bier als leer werten lassen wollen. Kündigt eine Person an, dass ihre Flasche leer ist, so muss die Flasche umgehend dem/der Schiedsrichter/in vorgeführt werden.
    3. Der/die Schiedsrichter/in überprüft und entscheidet sodann entsprechend der angewandten Regel, ob das Bier als leer zu werten ist.
    4. Wurden alle Biere eines Team-Mitgliedes als leer bestätigt, muss dieses den Spielraum verlassen und kann nicht weiter an dem Spiel teilnehmen. Eine Ausnahme stellt §2.3 E dar.

§ 2.5 Ende des Spiels

    1. Gewonnen hat das Team, das zuerst alle Getränke gemäß §2.4 geleert hat.
    2. Sollte 15 Minuten nach Spielbeginn §2.5 A nicht eingetreten sein, dann hat das Team mit den meisten leeren Flaschen gewonnen.
    3. Sollten sowohl §2.5 A aus auch §2.5 B nicht eingetreten sein, dann entscheidet Schere-Stein-Papier (5 Personen pro Team in Gesamtwertung), welches Team gewinnt.

§ 3 Durchführung des Turnieres

§ 3.1 Allgemein

    1. Die Turnierform hängt von der Anzahl der teilnehmenden Teams ab. Ausgegangen wird hier von 16 Teams. Bei weniger Teams entscheidet die Turnierleitung über den Ablauf abweichend vom Regelwerk.
    2. Das im Finale gemäß §3.3 siegende Team gewinnt das Turnier.

§ 3.2 Die Vorrunde

    1. In der Vorrunde werden die Teams in 4 Gruppen mit jeweils 4 Teams aufgeteilt.
    2. In jeder Gruppe werden 6 Spiele gemäß §2 ausgetragen, so dass jedes Team der Gruppe gegen jedes andere Team aus derselben Gruppe angetreten ist. Pro Team sind also drei Spiele auszutragen.
    3. Für jeden Sieg bekommt ein Team einen [1] Punkt.
    4. Für jede Niederlage bekommt ein Team null [0] Punkte.
    5. Pro Gruppe qualifiziert sich das Team mit den meisten Punkten für das Halbfinale.
    6. Sollte §3.2 E aufgrund von Punktegleichstand nicht eindeutig sein, dann entscheident Schere-Stein-Papier (5 Personen pro Team in Gesamtwertung), welches Team gewinnt.

§ 3.3 Halbfinale und Finale

    1. Die Spiele erfolgen wie in §2.1 bis §2.4 beschrieben.
    2. Gewonnen hat das Team, das zuerst alle Getränke gemäß §2.4 geleert hat.
    3. Die siegreichen Teams des Halbfinales qualifizieren sich für das Finale.

§ 4 Strafen

§ 4.1 Aussprache der Strafen

    1. Der/die Schiedsrichter/in befindet über Strafen für Vergehen jeglicher Art.

§ 4.2 Aussetzen

    1. Die Strafe „Aussetzen“ bedeutet, dass das geahndete Team-Mitglied für die Dauer der nächsten Runde, in der das eigene Team trinkt, nicht trinken darf.
    2. Aussetzen ist die Strafe für folgende Regelbrüche/Vergehen:
      1. Übertreten der Grundlinie beim Wurf.
      2. Zu frühes Werfen.
      3. Nicht-Einhaltung der Wurfreihenfolge.

§ 4.3 Strafbier

    1. Die Strafe „Strafbier“ bedeutet, dass das geahndete Team-Mitglied im Austausch gegen die bisherige Flasche ein neues, volles Bier erhält, das leer getrunken werden muss, bevor das Team entsprechend §2.5 und §3.3 gewinnen kann.
    2. Ein Strafbier ist die Strafe für folgende Regelbrüche/Vergehen:
      1. Überschäumen des Bieres.
      2. Eigenes Bier umkippen unabhängig vom Bierverlust.
      3. Direkte Würfe auf die Gegner über Schienbeinhöhe.
      4. Bier umdrehen ohne die Aufmerksamkeit und Aufforderung des/der Schiedsrichter/in
      5. Trinkdauer deutlich nicht eingehalten.
      6. Bier illegal weitergegeben oder getauscht.

$ 4.4 Disqualifikation

    1. In seltenen Fällen kann ein ganzes Team disqualifiziert werden. Dann gewinnt das andere Team automatisch.
    2. Disqualifikation kann in folgenden, schwerwiegenden Fällen ausgesprochen werden:
      1. Verweigerung den Anweisungen des/der Schiedsrichter/in Folge zu leisten.
      2. Wiederholte Beleidigung anwesender Personen (im Speziellen Gegner-Team und Schidesrichter/in).
      3. Spielsabotage und weiteres unsportliches Verhalten.

§ 5 Abschlussklausel

Zeigen sich während des Spieles Lücken im Regelwerk oder treten seltene Sonderfälle auf, welche nicht alle im Regelwerk erfasst werden können, so obliegt es zunächst den beiden Mannschaften des betreffenden Spieles, sich über eine Lösung einig zu werden. Gelingt dies nicht, hat die Turnierleitung das letzte Wort.